Familien-Geburtstage und Salvador Dali (23.4.- 4.5.2026)

Am 23.4. zogen wir weiter zum nächsten Tipp der Franzosen. Christians Geburtstag stand vor der Tür und das Beste war: wir waren zu diesem verabredet! Es sollte zu einem Wiedersehen mit Isabell, Daniel und ihren Jungs kommen. Der neue Stellplatz war wirklich riesig – viel größer als der von Arroz. Gleich bei unserer Ankunft sahen wir von Weitem wieder den Van der Franzosen mit den Mädels Lou und Nelly stehen. Verrückt wie oft sich die Wege von Reisenden doch kreuzen! 😉

Um den Weg für Mila gering zu halten, haben wir schonmal den Platz neben ihnen angepeilt. Als wir uns dem Stellplatz näherten ist uns dann gleich das Ausstattungsmerkmal des Stellplatzes schlechthin aufgefallen: eine Badewanne – direkt am Meer! Besonders Christian war davon total angetan – nach dem Motto: das Universum schenkt mir eine Badewanne zum Geburtstag. Wie cool ist das denn!?

Außerdem gab es direkt daneben noch eine kleine Feuerstelle, sodass Christians Geburtstag nun um zwei Highlights reicher war. Den Tag zuvor nutzen wir also schonmal zum Holz sammeln. Außerdem gesellten sich wie angekündigt Isabell und Daniel zu uns.

Ein paar fotografische Eindrücke vom Platz:

Zu Christians Geburtstag war dann einiges los. Wir befüllten die Badewanne mit Meerwasser und heizten diese über unser Solarstrom und einen Tauchsieder ordentlich CO2 neutral auf. Wir turnten mit Mila, Lou und Nelly über die Airtrack-Matte oder machten so eine Art Pogo-Autoscooter-Spiel, indem man sich anspringt oder einfach gegeneinander stößt. Dabei fiel uns auf, wie tough die französischen Mädels im Umgang sind. Aufgrund des überaus guten Wetters gab es dann anschließend noch eine Wasserbälleschlacht mit den Kids und Christian. Nach dieser Abkühlung gab es dann für Christian endlich das ersehnte heiße Vollbad, mit einem kleinen alkoholischen Getränk. Es folgte ein gemeinsames Kaffee & Kuchen mit den Kids sowie Daniel und Isabell. Wir ließen den Abend mit ein paar Getränken am Lagerfeuer ausklingen, wobei es sich Christian nicht nehmen lassen konnte und die Badewanne nochmal mit einem Feuer auf Temperatur brachte. Als wir ein paar Wochen zuvor über Christians Geburtstag redeten, hatten wir als Idee nur einen Restaurantbesuch oder als Familie allein zum Strand zu gehen. Das wir den Tag mit vielen lieben Menschen, einer heißen Badewanne und so viel Spaß und Freude verbringen würden, hätten wir nie erwartet.

Einen Tag nach Christians Geburtstag entschlossen wir uns noch ein größeres Stück unserer Reise mit Isabell und Daniel zu verbringen. Besonders die Kids waren happy über ihre mitreisenden Spielgefährten und wir waren auch sehr froh über unsere Wegbegleiter.

Doch wo sollte es nun hingehen? Wir entschieden unser Glück mit dem zu Reisebeginn überfluteten Ebro-Delta noch einmal herauszufordern und suchten uns einen Stellplatz in dessen Nähe. Da Eucaliptus in einem Naturschutzgebiet liegt, ist es untersagt, dort zu übernachten. Also fuhren wir dazu rund 8 km weiter an einen kostenlosen Platz neben einer Schule. Christian spannte die Slackline und die Kids nutzten den Spielplatz – das Abendprogramm war damit gesichert. Am nächsten Morgen, kurz vor unserem Ausflug zum Strand, nutzte Christian kurz seine Slackline, als er von zwei Frauen angesprochen wurde. Sie waren Lehrerinnen der Schule von nebenan und fragten, was er da tat und ob er der Schülerschaft nicht eine kleine Show geben könnte. Gesagt, getan. 15 Minuten später saßen rund 20 Schüler vor ihm und Christian erklärte die Grundlagen des Slacklining. Dann durfte jeder, einschließlich der Lehrkräfte, noch die eigenen Fähigkeiten auf der Slackline testen und alle gingen zufrieden wieder in ihre Klassenräume.

Wir verbrachten den restlichen Tag ausgelassen am Strand, gingen baden und genossen die Sonne.

Panorama vom Ebro Delta – bitte draufklicken:

Ebro Delta

Als nächstes stand Milas Geburtstag vor der Tür und wo feiert man den 12. Geburtstag der Tochter am Besten – genau: auf einem Weingut! 😊 Wir fuhren wieder ein Stück Richtung Norden und fanden einen kostenlosen Stellplatz, idyllisch gelegen zwischen den Weinreben auf einem Weingut. Den Geburtstag begingen wir mit reichlich Kuchen, die Kids fuhren den ganzen Tag Inlineskates und zum Abendessen gab es Milas Wunschmenü: „Burger“.

Zum Abschied beschlossen Isabell und Daniel noch zwei Flaschen Wein vom Gut mitzunehmen und wir vereinbarten unseren nächsten gemeinsamen Stopp in Figueres, denn wollten wir uns dort das Dali-Museum ansehen. Nach ein paar Fahrstunden kamen wir in Figueres an und trafen die anderen wieder. Stolz zeigten sie uns ihre erworbenen Weinflaschen, um gleich darauf die Bombe platzen zu lassen. Ein kleiner Übersetzungsfehler führte dazu, dass sie zwei Flaschen (insgesamt rund 1 Liter) Wein für stolze 75€ erwarben. Um den Schock zu verdauen, half nur sehr viel schwarzer Humor. Der Stellplatz lag direkt an einem Park mit Grünanlage, Spielplatz und Calisthenics Anlage, welcher sogleich von den Erwachsenen und Kindern genutzt wurde.

Am nächsten Tag fuhren wir die paar wenigen Kilometer zum Salvador Dali Museum mit dem Rad. Daniel und die Jungs begleiteten uns. Das Museum war der Hammer… Wir hatten uns im Vorfeld nur wenig darüber informiert, sodass wir wirklich beeindruckt waren. Es gibt weltweit ja einige Ausstellungen und Museen zu Dalis Werken. In Figueres wurde das Ausstellungsgebäude samt Inhalt allerdings von Dali selbst innerhalb von 10 Jahren aus einer Ruine zu einem Museum umgebaut. Dort zu finden waren Ölgemälde, Zeichnungen, Illustrationen, Fotos, Drucke, Skulpturen, und Installationen. So viel, vor allem surrealistischer, Input war einfach überwältigend. Nach circa 2 Stunden waren vor allem die kleinen Kinder dann auch wirklich geschafft. Interessanter Weise gingen die Meinungen zum Museum dann doch etwas auseinander. Während wir Erwachsene vom Museum sehr begeistert waren, fiel die Bewertung der älteren Kinder eher ernüchternd aus. Das war dann eher so „naja“ und etwas „langweilig“… ein paar Monate später zog Mila zwar rückblickend ein positiveres Fazit (schon ganz cool und abwechslungsreich), aber generell ist sie wohl vom unterhaltungswert des Konzepts „Museum“ nicht überzeugt…

 

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