Nach der Franzosen-Techno-Party haben wir uns entschieden, ein paar Buchten weiter zu einem neuen Strandabschnitt „Playa de Carolina“ zu fahren. Obwohl dieser mit dem Auto nur 15 km entfernt war, musste sich Mila leider nach einer Woche Spiel und Spaß von Lou und Nelly verabschieden. Dafür haben wir unsere neuen Bekanntschaften (Ina, Martin mit ihrem Sohn Jona + Isabell und Daniel mit den Kindern Till, Ben) zum neuen Stellplatz mitgenommen. Die Anfahrt haben wir gleich noch mit einer Versorgungsrunde (Frischwasser, Abwasser, Wäsche waschen und Einkaufen bei Aldi) kombiniert, sodass wir am Ende doch wieder ewig unterwegs waren…
Playa Carolina hat sich dabei signifikant von Arroz unterschieden. Es gab für die Stellplätze nur zwei Ebenen und der Platz war auch sehr beschränkt, sodass die Fahrzeuge relativ eng-an-eng standen. Wir haben trotzdem noch mit allen drei Fahrzeugen einen guten Platz hintereinander bekommen und die Unebenheiten wurden schnell mit ein paar großen Steinen unter den Rädern ausgeglichen.

Am Playa Carolina gab es die Möglichkeiten binnen weniger Minuten fußläufig vier verschiedene Strände zu erreichen, wobei deren Buchten alle in andere Windrichtungen zeigten, sodass wir je nach Wetterlage entscheiden konnten, ob wir den Wind und die Wellen suchen oder lieber meiden wollten. Außerdem verteilten sich so die ganzen Menschen und wir fanden stets ruhige, menschenleere Stellen zum Chillen.
Bereits am zweiten Tag besuchten wir den sogenannten Palmenstrand. Dies war eher etwas traurig, denn obwohl der Strand wunderschön und verlassen war – von den früher mal dagewesenen Palmen waren nur noch rund 10 Stück zu finden.
Auf dem 10-minütigen Weg dorthin kamen wir an einer alten Ruine vorbei. Diese war mit reichlich Graffiti besprayed, Sofas standen vor der Tür, ebenso zwei größere Trucks. Im Vorbeigehen wurde uns überschwänglich gewunken und wir wurden mit einem „Wir haben ganz kleine Hundewelpen. Schaut mal.“ begrüßt. Marie und Christian, zwei Deutsche, die diese schöne Ruine seit drei Jahren besetzten, stellten sich uns vor. Sie erklärten, dass sie drei kleine Hundewelpen (erst rund 4 Wochen alt) ausgesetzt in einem Karton an der Straße gefunden haben und nun neue Besitzer für diese suchen. So gleich schauten wir uns die drei kleinen – zuckersüßen – Welpen an und zumindest Mila und ich verliebten uns etwas. In den darauffolgenden Tagen lernten wir Christian und Marie noch etwas besser kennen und verbrachten Zeit mit ihnen und den Welpen am Strand oder beim gemeinsamen Lagerfeuer. Um Mila war es nun vollends geschehen. Ben und sie fuhren jeden Tag mehrfach mit seiner kleinen Elektro-Cross zu den Welpen. Nach ihrer Rückkehr führten wir dann tägliche Diskussionen, ob wir nicht einen der Welpen adoptieren könnten.







Dank des guten Wetters unternahmen wir einige Strandausflüge mit den anderen und saßen oft bei einem alkoholischen Getränk abends noch quatschend zusammen. Die Kinder sausten durch Büsche, pflückten Blumen, spielten Phantasiespiele usw. Groß und Klein waren also zufrieden!
Höhepunkt für die Kids und uns junggebliebene Erwachsene war der Partyabend mit Fake-Lagerfeuer. Den Kids wurde irgendwann harter, spanischer Techno in die Playlist gespült und so tanzten wir wild drauf los. Wir Erwachsene versuchten natürlich mitzuhalten, was in einer guten Dance-Session für alle endete.
An einem Abend waren wir dann aber doch noch am Palmenstrand und haben dort ein gemeinsames, richtiges Lagerfeuer gemacht. Unser erstes Lagerfeuer auf unserer Reise überhaupt. Es gab dann sogar Pizza vom Lieferdienst. *Herzlichen Dank an den „spanischen“ Christian an dieser Stelle.*





Nach 6 Tagen verabschiedeten wir Ina, Martin und Jona, die weiter Richtung süden fuhren. Wir blieben mit Isabell und Daniel noch ein paar Tage am Stellplatz. Sie hatten sich tatsächlich dazu entschieden, einen der Welpen zu adoptieren und haben deshalb ihre Reisepläne geändert. Es war somit klar, dass Isabell und Daniel samt Kinder noch länger in der Gegend um Carolina verweilen, um dem Welpen noch etwas Zeit mit seinen Geschwistern zu ermöglichen.
Kurz vor Ostern wurde es dann aber immer voller, da nun auch vermehrt spanische PKWs und Wohnmobile auf dem Platz parkten. Wir hatten immer wieder von anderen Reisenden gehört, dass es über Ostern an den Stränden sehr voll werden soll. Auch Spanier können lautstark und lange feiern und darauf hatten wir irgendwie keine Lust. Daher haben wir uns nach längerem Überlegen für die Tage um Ostern einen Platz auf einem Pferdehof gebucht.
Wir verabschiedeten uns also herzlich von Isabell, Daniel und den Jungs – und wussten insgeheim schon, dass wir uns wohl schon bald wiedersehen werden.
Zum Abschluss gibt es noch ein paar Fotos.

















