Endlich in Spanien…  (17.-24.01.2026)

Am 17.01. war es nun dann endlich soweit- wir überquerten die Grenze nach Spanien.

Spanien, das Land der Palmen, Mittelmeer, Berge, Sonne, Cocktails und gute Laune – oder graue Wolken und jede Menge Regen. Tja, man kann nicht alles haben.

Bei mäßig gutem Wetter überquerten wir und scheinbar auch die Regenwolken aus Frankreich die Grenze nach Spanien. Nach einer ersten, sehr regnerischen, Nacht auf einem Platz nahe Girona, führte uns unsere Stellplatzsuche nach Montbrió del Camp. Wir suchten eine Spanierin auf, die erst seit kurzem auf ihrem privaten Grundstück direkt an ihrem Haus Stellplätze anbot. Das Grundstück wurde von ihren zwei großen und auf den ersten Blick einschüchternden Hunden bewacht. Bei unserer Ankunft stellte sich heraus, dass die freundlich aussehende Frau jedoch nur Spanisch spricht und vorerst nicht so richtig wusste, was wir von ihr wollten. Ihr Übersetzungsprogramm auf dem Handy half wenig, da es lustigerweise nur spanische Texte ausgab und so oft sie auch sagte, dass es „Englisch“ übersetzen soll, dies nicht tat. Irgendwann war klar, dass wir mit unserem LKW hier stehen wollen, was zum Glück auch kein Problem war. Dank einiger Rateversuche und Tiergeräuschen bekamen wir sogar noch eine Hand voll Eier und frische Zitronen vom Baum geschenkt. Ein riesiges Trampolin im Hof lud vor allem Mila zum Turnen ein. Und auch mit den erst skeptisch wirkenden Hütehunden freundeten wir uns, zum Erstaunen der Besitzer, schnell an. Gerade die ausgiebigen Streicheleinheiten von Mila und ihre plötzlich handzahm wirkenden Hunde sorgten bei der Besitzerin für irritierte Blicke, Kopfschütteln und Lachen. Nach einer zweiten Nacht dort führte uns unsere Reise jedoch wieder weiter zu altbekannten Stränden.

Am 20.01. fuhren wir (wieder mal im Regen) nach Sant Jaume d’Enveja, einem kostenlosen Stellplatz mit Wasser-/ und Abwasserentsorgung. Wir verbrachten den Regentag mit kleineren Besorgungen und einer Menge Spielen. Auf unserer ersten Reise waren wir hier in der Region an einem zauberhaften, weiten, naturbelassenen Sandstrand namens Els Eucaliptus im Elbro-Delta, welcher sich besonders bei Christian ins Gedächtnis eingebrannt hat. Dort wollten wir unbedingt wieder hin. Gesagt getan, die Route klar, doch unterwegs standen wir vor riesigen Straßensperren, die den letzten Zufahrtsweg zum Strand versperrten. Wir suchten eine andere Route, parkten und sahen Wasser, viel Wasser. Nur leider keinen Strand mehr. Die großen Regenmengen der letzten Tage haben viele Küstengebiete des Deltas überschwemmt. Trotz vieler Versuche und verschiedener Zugangswege war an einen Strandspaziergang nicht mehr zu denken. Die Enttäuschung war groß. Kein Sand zwischen den Zehen, kein Muschelsuchen, kein über die Wellen hüpfen.

Nach einem kleinen Spaziergang auf einem Holzsteg nahe dem Strand führte unser Weg weiter nach Peniscola. Auf dem Weg dorthin hielten wir spontan an einem kleinen Stück Küste um wenigstens kurz einmal Sand unter den Füßen zu haben, doch auch hier war der Wind bereits zu stark, der Strand zu verschmutzt, sodass auch hier kein Sonne-, Strand-, Urlaubsfeeling aufkam.

Wir übernachteten auf einem „Bauernhof“. Auch hier regnete es wieder ordentlich und wir bemerkten, dass unser riesiges, durchgehendes Staufach am Heck unserer Kabine innen komplett nass war. Scheinbar schaffte es der viele Regen der letzten Tage an den Türdichtungen vorbei in die Klappen zu laufen. Mist, wie sollen wir das jetzt mal eben wieder trocken bekommen? Zumal es ja weiter regnete, ein einfaches Lüften hilft da wohl nicht mehr. Unsere Laune war also dementsprechend mies. Und die Umgebung bzw. die Tierhaltung auf unserem Hof machte es nicht besser. Wir haben schon einige schlecht gehaltene Tiere in verschiedenen Ländern gesehen, doch warum ein Bauernhof, der Stellplätze vermietet einen Strauß (ein Laufvogel in einem kleinen Gehege ohne Auslauf) benötigt, erschloss sich uns nicht. Wir lassen mal die Bilder für sich sprechen.

Am nächsten Tag suchten wir also nach einem Platz, um vor allem unsere Garage und deren Inhalt zu trocknen und mal wieder Wäsche zu waschen. Hier bot sich El Cid, ein mittelgroßer Campingplatz, in nur 8 km Entfernung an.

Nach Ankunft breiteten wir unseren gesamten Garageninhalt in unserer Parzelle aus, trockneten den Teppich, wuschen Wäsche und nutzten die Trockenzeit für einen ersten Fahrradausflug an die Promenade. Und siehe da, Sommer-/Urlaubsfeeling!! 😊

Wir besorgten uns verschiedene leckere Empanadas (gefüllte Teigtasche) und Croquetas (spanische Krokette mit verschiedenen Füllungen), turnten am Sandstrand, sammelten Muscheln, hüpften über Wellen – zumindest so lange bis Malou ins Wasser fiel und wir natürlich keine Wechselsachen dabei hatten. 😉 Herrlich!

Da unser Campingplatz völlig überlaufen und ausgebucht war, mussten wir schon nach einer Nacht weiterreisen. Wir verbrachten daraufhin zwei Tagen in Castello am Strand und mit einem Stadtspaziergang.

Danach beschlossen wir, dass wir uns als nächstes Valencia einmal näher anschauen wollen…

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