Die letzten Tage in Deutschland und der schnelle Ritt durch Frankreich

Mit nun wieder vollem Tank und funktionierender Standheizung blieben wir zwei Tage auf dem Campingplatz in Schellbronn. Wir nutzten die Zeit zum Duschen, Wäsche waschen und gönnten uns eine leckere Pizza beim Italiener um’s Eck. Ebenso saßen wir die angekündigten Orkanböen aus und sahen zu, wie der Schnee im Stundentakt schmolz und anschließend wieder 10 cm Neuschnee fielen.

Christian war immer noch nicht auf dem Wege der Besserung aber als wir erfuhren, dass am nächsten Tag der „Schellbronner Nachtumzug“ stattfand, welcher in einem riesigen Partyzelt nah neben unserem Campingplatz enden sollte und wir den Soundcheck der Generalprobe mitbekamen, war Bleiben keine Option.

Also… Paracetamol reingeschmissen und so fuhren wir am nächsten Tag also nach Bahlingen. Wir standen am Ende eines Gewerbegebietes in einer ruhigen Nebenstraße und blieben dort für 3 Tage.

Christians Gesundheitszustand verbesserte sich nicht wirklich. Dies und die Tatsache, dass wir hier irgendwie „festsitzen“ und nicht weiterkommen, frustrierte mich zu Beginn. Aber was soll man machen. Manche Dinge kann man nicht beeinflussen, also sitzen wir die Sache eben aus! Logistisch hätten wir einen schlechteren Ort treffen können, immerhin gab es dort einen Edeka sowie einen Spielplatz für die Kids in Laufnähe. Und als sich auch noch ein paar Sonnenstrahlen zeigten und der Schnee weggeschmolzen war, wurde alles doch ein wenig erträglicher. 😉

Am 13.01.2026 geschah dann das Wunder – Christian hatte kein Fieber mehr. Er war augenscheinlich über den Berg und so beschlossen wir weiterzufahren. Also – endlich ab nach Frankreich!! 😊

Wir fuhren die 240 km bis nach Jouhe, um dort neben einem Sportplatz zu übernachten. Hier war es recht ruhig und die Kinder konnten am nächsten Morgen den nebengelegenen Spielplatz erkunden, bevor es weitere 350 km durch Frankreich bis nach Grane ging. Dies war unsere bisher längste Tagestour und alle waren recht erschöpft. Wir sind mit dem LKW nur mit circa 75 km/h unterwegs und für so eine Strecke brauchen wir eine gefühlte Ewigkeit. Doch das Ziel lohnte sich.

Wir landeten auf einem Bio-Schweinehof mit eigenem Verarbeitungsbetrieb und vielfältigem Hofladen. Ein Trampolin, ein kleiner Spielplatz und jede Menge Platz wurden ebenfalls geboten. Wir blieben zwei Tage, um nach der langen Tour einen Tag zum Verschnaufen, Spielen und Duschen zu haben. Wir besuchten Schweine und Esel, ließen einige Euros im Hofladen (um die tierischen Produkte machten wir einen Bogen 😉) und genossen die Sonnenstrahlen.

Doch auch hier sollte sich das Wetter allmählich verschlechtern. Regen wurde angesagt und so machten wir uns auf den Weg. Wir füllten die Vorräte in einem großen Intermarché (vergleichbar mit Kaufland oder Globus) und fuhren die rund 250 km nach Béziers. Wir hielten auf einem großen Schotterparklatz direkt neben einem Wandergebiet und bereiteten unser Nachtlager vor. Gerne hätte wir ein paar Wanderwege erkundet, doch der Regen und das gebietsweise angekündigte Hochwasser motivierten uns doch die verbliebenen Kilometer in Frankreich hinter uns zu lassen und weiter in Richtung Spanien zu fahren…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.