Reiterhof und noch mehr Airbnb (1.1.-4.1.20)

Nach einem eher einfachen Frühstück im Hotel und dem anschließenden Check-out ging es für uns weiter nach Barranco de Torrosella in ein kleines Privathaus, welches wir über airbnb gefunden und für 2 Nächte gemietet haben. Es war das „Ferienhaus“ einer Spanierin, welches auf dem Gelände eines Reiterhofes lag. Die Gastgeberin besaß selbst 3 Pferde und bot geführte Reittouren an. Unsere und vor allem Milas Vorfreude war riesig. Im Vorfeld stellte sich zudem heraus, dass wir das Haus während unseres Aufenthaltes ganz allein hatten und die Besitzerin (eher untypisch für airbnb) bei ihrer Tochter in der Stadt lebte. Wir freuten uns jedenfalls und unsere Tour durch die Berge bis zum Zielpunkt nahm ihren Lauf. Berg auf, Berg ab und wieder Berg auf. Unser armer kleiner Lkw wurde auf der Strecke mitunter ganz schön gequält und musste so manche Steigung im Schneckentempo meistern.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Ziel und wurden von der sympathischen Tochter der Besitzerin in Empfang genommen. Etwas Smalltalk und eine kleine Wohnungsführung später, waren wir für uns und konnten alle Vorzüge des Hauses genießen: ein Gasherd, fließend warmes Wasser, eine Badewanne und einen Kamin.

Das kleine im verborgen liegende Haus.
… unsere Küche

Wir hatten jedoch auch die Nachteile spanischer Ferienhäuser im Winter auf unserer Seite: fehlende Isolierung an allen Ecken und Enden, 14°C in den Wohnräumen und eine elektrische Fehlkonstruktion des gesamten Hauses. Wir hatten so unsere Mühe das Haus auf eine bewohnbare Temperatur hoch zu heizen, was auch nur durch riesige Holzstämme im Kamin möglich wurde. Die Elektrik des Hauses war auch sehr abenteuerlich. 3 Lichtschalter für eine Nachtischlampe. Fehlende Deckenlampen, was bedeutete, dass alle Räume grundsätzlich eher spärlich beleuchtet waren. Steckdosen die nicht funktionierten und und und… aber was soll’s. Ansprüche runterschrauben und weiter geht es.

Unser Lkw konnte sich übrigens seinen Stellplatz mit Blu, einem Pferd teilen. Wir parkten inmitten dessen Außenstellplatz und das Pferd hatte endlich einen „kleinen“ Partner. 😉

Am nächsten Morgen trafen wir die Besitzerin an und kamen mit ihr ins Gespräch. Wir vereinbarten, dass Mila einen kleinen Reitspaziergang machen konnte und ganz spontan schlossen sich 2 spanische Familien an. 6 Erwachsene, 5 Kinder und 3 Pferde – los ging es. Die Pferde wurden von den Kindern geputzt und gesattelt und dann ging es für alle 1 Stunde in die Natur. Auf Feldwegen reitend wechselten sich die Mädels auf ihren Pferden ab, so dass jedes Kind auf jedem Pferd reiten konnte. Mila war stolz wie Bolle und obwohl sie die Jüngste war, machte sie die beste Figur auf den Pferden.

Nur neblig und etwas kühl war es an diesem Vormittag…

Den Rest des Tages verbrachten wir im Haus und trotteten so vor uns hin. Mila und ich dachten uns ein paar Spiele aus und gestalteten diese. Wir nutzten die Waschmaschine zum Wäschewaschen, das Gaskochfeld um ständig und reichlich zu kochen und die Chance eines abendlichen Bades. Christian fand an diesen Tagen ebenfalls einen neuen Freund, Harvey, einen 15 Jahre alten Kater, der mit im Haus lebte und jede Streicheleinheit genoss.

Harvey.

Am Abend überlegten wir wie unsere Reise am kommenden Tag weitergehen sollte. Über couchsurfing suchten wir nach familienfreundlichen Gastgebern. Wir haben uns dazu entschlossen derartige Plattformen vermehrt zu nutzen, da wir so leichter mit „Einheimischen“ in Kontakt treten können. Es geht uns also eher zweitrangig darum eine günstige Schlafgelegenheit zu finden sondern eher darum, nette Leute kennen zu lernen. Wie das Leben so spielt haben wir innerhalb kürzester Zeit das Profil von „Oliver“ gefunden. Ein Mann mit einer 5-jährigen Tochter und einer Frau, welche abseits von Sella in ihrem eigenen Naturparadies leben. Wir schrieben ein paar kurze Nachrichten hin und her und verabredeten uns für den 04.01. auf ein nettes Gespräch, eine Spielgelegenheit für Mila und ggf. für noch mehr gemeinsam zu verbringende Zeit.

Um den Anreiseweg für Mila nicht zu lang zu gestalten, fuhren wir also nach unserem Check-out auf dem Reiterhof nach Villajoyosa. Wir folgten Christians Plan einfach kurz vor dem eigentlichen Ort in einer Seitenstraße abzufahren um dann auf einem abgelegenen Strandabschnitt zu parken/übernachten. Wir bekamen vor Ort von einer Einheimischen den Tipp wo wir mit unserem Fahrzeug stehen könnten und folgten dieser halb englisch halb spanischen Wegbeschreibung. Belohnt wurden wir durch einen wirklich ruhigen und abgelegenen Stellplatz oberhalb der Küste mit super toller Aussicht.

Weg zum Stellplatz. Abenteuerlich 😀

Wir verbrachten den Nachmittag am Steinstrand und genossen die Sonne.

Wieder einmal ein Strand ganz allein für uns.
Einfach mal die Perspektive wechseln!

Und nach einer kleinen Klettertour auf den Berg, konnten wir den Sonnenuntergang genießen.

Und noch ein Lkw-Suchbild! 😀 … Na, wo ist er?

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